Wismarbladet
Die Zeitschrift Wismarbladet ist die Informationsschrift der Deutsch-Schwedischen Gesellschaft Wismar. Neben der Bekanntgabe aktueller Termine des Vereins und der Berichterstattung über die Vereinsarbeit – wie z.B. über die jährlichen „Schwedenfahrten“ – informieren wir über Aktuelles aus Schweden und die schwedische Geschichte, mit der Wismar durch die Schwedenzeit verbunden ist. Wiederkehrende Rubriken sind u.a. „Aus unserem Tagebuch“, „Unser Streiflicht“ und der „Zettelkasten“. Einige Beiträge daraus sind auch hier auf unserer Homepage zu finden.
Mitglieder des Vereins erhalten eine gedruckte Ausgabe der Zeitschrift. Zusätzlich stellen wir das Wismarbladet Interessierten hier elektronisch zur Verfügung. Die einzelnen Ausgaben können über die nachfolgenden Links als PDF geladen oder direkt im Browser betrachtet werden. Dazu wird lediglich das Programm/Plug-in Acrobat® Reader® benötigt. Dieses kann kostenfrei von der Adobe®-Web-Site geladen werden.
Liste der als PDFs verfügbaren Ausgaben:
Wismarbladet 26 - März 2011 (697,8 kB)
Wismarbladet 25 - August 2009 (650,2 kB)
Wismarbladet 24 - November 2008 (438,1 kB)
Wismarbladet 23 - August 2008 (909,2 kB)
Wismarbladet 22 - November 2007 (Ausgabe zum 15. Geburtstag der DSG) (1,5 MB)
Wismarbladet 21 - August 2007 (2,1 MB)
Wismarbladet 20 - Dezember 2006 (959,3 kB)
Wismarbladet 19 - August 2006 (652,8 kB)
Wismarbladet 18 - März 2006 (236,4 kB)
Wismarbladet 17 - Juni 2005 (285,8 kB)
Wismarbladet 16 - März 2005 (573,5 kB)
Wismarbladet 15 - August 2004 (208,1 kB)
Wismarbladet 15 - Beilage Stockholm-Bericht (190,1 kB)
Leseprobe: „Unser Streiflicht“ aus der Ausgebe 19
Der Schwede als solcher steht in Deutschland im Ruf, dem Schnaps nicht abhold zu sein oder – krasser ausgedrückt – dem Schnaps gar zügellos zuzusprechen, wo immer er das Getränk in erreichbarer Nähe hat. Dagegen habe der Deutsche als solcher die Kunst des Alkoholgenusses verinnerlicht und zu hoher kultureller Blüte gebracht.
Wir in der Deutsch-Schwedischen Gesellschaft Wismar wussten schon immer, welch Unrecht man den Schweden mit einem solchen Vorurteil antut. Der Schwede als solcher trinkt Schnaps nur, wenn ihm zugeprostet wird und er daraufhin ein Lied singen darf, häufig mit spontan gefundenem gehaltvollen Text. Wir versuchen, auf unseren Krebsessen diesem kulturellen Leitbild nachzueifern.
Jetzt haben wir einen weiteren Beweis für die Unschuld der Schweden gefunden, zum 777. Geburtstag der Hansestadt Wismar. Die Zahl ist eine Schnapszahl, sagen wir wie selbstverständlich, weil die Verdoppelung (oder gar Verdreifachung) doch nur mit der Wirkung von Schnapsgenuss zu erklären ist. Will man den Satz ins Schwedische übersetzen – es geht nicht. Es gibt kein schwedisches Wort für Schnapszahl (»snapstal« steht in keinem schwedischen Lexikon). Wenn die Schweden die für sie völlig unverständliche Einwirkung von Schnaps auf das Erkennen von Zahlen beschreiben wollen, greifen sie zu „Schnapszahl“, dem deutschen Wort: offenbar ein Exportschlager wie Kindergarten und Weltschmerz.
